| Ostseeheilbad Zingst/ Darß
Der Ort
Seit über 100 Jahren ist Zingst auf der reizvollen Halbinselkette „Fischland-Darß-Zingst“ als Ostseeheilbad mit einem ca. 16 km langen, feinsandigen Strand bekannt. Als Badeparadies und Eldorado für Radfahrer ist die gesamte Halbinsel für Jung und Alt attraktiv.
Urlaubsvergnügen pur verspricht Ihnen die geringe Entfernung (ca. 500 m) zum Ostseestrand und zur wunderschönen Strandpromenade. Idyllisch liegt der romantische Hafen von Zingst am Bodden, von dem mit Ausflugsschiffen Boddenrundfahrten, Fahrten nach Stralsund und Hiddensee durchgeführt werden.
Der beliebte Ferienort Zingst bietet von der Seebrücke bis fast zum Hafen eine „Flaniermeile“ zum Bummeln und Verweilen. Eine intakte Infrastruktur mit Cafes und gemütlichen Restaurants versprechen neben gesunder Luft und der Möglichkeit zu aktiven Strandspaziergängen, Fahrradtouren und Ausflugsmöglichkeiten in die nähere und weitere Umgebung einen erholsamen Urlaub zu allen Jahreszeiten.
In Zingst selbst und in der Umgebung gibt es eine Vielzahl von Veranstaltungen und Ausflugsmöglichkeiten hinsichtlich Kunst, Kultur, Sport oder Natur.
Hafen von Zingst
Der Hafen von Zingst wurde 1933 aufwändig rekonstruiert und erweitert. Zingst blühte im 18. und 19. Jahrhundert zu einem bedeutenden Seefahrerdorf auf. Hier wurden seegehende Schiffe gebaut und der Ort besaß sogar eine Anlegestelle für Dampfer mit ankommenden Urlaubern. Heute hat man im Hafen die Möglichkeit an Rundfahrten auf dem Bodden oder sogar an Beobachtungsfahrten zu den Kranichrastplätzen im Herbst teilzunehmen. Oder lassen Sie sich einfach von einem Fahrgastschiff nach Barth oder Hiddensee chauffieren.
Seebrücke
Die Seebrücke in Zingst wurde 1993 fertig gestellt, ist 2,50 m breit und 270 m lang. Davor gab es zwar ein Anlegesteg, aber dieser ist 1947 durch Sturm und Eis unbetretbar geworden und wurde abgerissen. Da Sie aber in fast allen deutschen Ostseebädern vorhanden sind und immer beliebter werden, wurde auch in Zingst eine neue Seebrücke errichtet. Die Brücke lädt zum gemütlichen Spaziergang ein und von 20 Uhr am Abend bis 8 Uhr am Morgen können Angler hier ihrem Hobby nachgehen.
Das Kapitänshaus
Das typische Denkmal seemännischer Tradition befindet sich im Zentrum des Ortes. Die Kapitäne waren meist reicher als die übrigen Dorfbewohner und zeigten ihren Wohlstand durch ihre Häuser. Sie waren aus Steinen erbaut, hatten ein Dachgeschoss und Hartdach und waren meistens weiß. Sie unterschieden sich somit nicht nur von den schilfgedeckten Lehmstaakenbauten der ärmeren Dorfbewohner, sondern auch von den blau gestrichenen Steuermannshäusern. Und sie hatten immer gut gefüllte Speisekammern.
Pommernstube Zingst
Hier wird die handwerkliche Tradition gehegt und gepflegt: In der Schaumanufaktur gibt es alte Handwerkstechniken zu sehen oder man probiert sich einmal selbst daran. Zu Kaufen gibt es natürlich auch Keramiken, Textilien und mehr.
Heimatmuseum Zingst
Im diesem Heimatmuseum, auch „Haus Morgenstern“ genannt, befindet sich seit 1987 ein Museum über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Schiffer, Kapitäne und Seeleute vor 1880. Dort können Sie Räume besichtigen, eine Scheune mit landwirtschaftlichen Geräten und sogar den Bauern- und Kräutergarten. Hier werden auch Führungen, Sonderausstellungen und viele andere Veranstaltungen angeboten.
Friedhof Zingst
Der Friedhof in Zingst hat Interessantes zu bieten. Dort finden Sie das Seemannsgrab, das an die Seeleute erinnert, die der Ostsee zum Opfer fielen. Auch wird somit die maritime Tradition des Ortes aufrechterhalten. Hier ist auch das Grab der Martha Müller-Grählert zu finden. Sie war eine Journalistin, verfasste unter anderem Gedichte und Erzählungen in Platt- sowie Hochdeutsch und ist besonders als Autorin des Heimatliedes „Wo de Ostseewellen trecken an den Strand“ bei der Bevölkerung bekannt. Ihrem Andenken ist heute eine Gedenktafel in Zingst sowie ein besonderes Zimmer im Heimatmuseum gewidmet.
Kirche in Zingst
Bis Mitte des 19. Jahrhunderts gehörte Zingst zum Kirchspiel Prerow. Doch nach und nach wuchs der Ort und blühte regelrecht auf, sodass eine eigene Kirche erforderlich war. 1862 wurde die evangelische Kirche „Sankt Peter und Paul“ von dem Schinkel-Schüler Friedrich August Stüler erbaut. Somit ist sie keine traditionell landestypische Fischer- oder Bauernkirche. Kirchtürme waren damals Orientierungszeichen der Seeleute. Die Zingster Kirche besitzt keinen Turm, da sie erst spät erbaut wurde und somit alle Seekarten umgeändert hätten werden müssen. Das Geläut befindet sich in einem gesondert stehenden Glockenstuhl und macht diese Kirche zu etwas Besonderem.
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